Gilmore Girls - Die komplette erste Staffel (6 DVDs)

Darsteller: Scott Patterson, Lauren Graham, Alexis Bledel, Melissa McCarthy, Keiko Agena
Eine überaus atypische Mutter-Tochter-Beziehung steht im Mittelpunkt von Gilmore Girls, einer Comedy-Serie, die sich von Beginn an durch extrem clevere Dialoge und einer liebenswerten Mischung aus weinerlicher Komik und Familiendrama von der Masse abhob. Gilmore Girls spielt in der Capra-esken Gemeinde Stars Hollow, wo jeder jeden kennt und lauter Exzentriker herum rennen, und die Serie war weniger eine Mutter-Tochter-Geschichte als eine Komödie über zwei Kumpels, bei der die beiden Kumpels nun eben aus dem Elternteil und dem Kind bestehen. Die mit sechzehn Jahren schon schwangere Lorelai (Lauren Graham) verließ ihre reichen Eltern, um ihre Tochter Rory (Alexis Bledel) nach ihren Vorstellungen aufzuziehen. Als Rory nun selbst sechzehn wird, möchte Lorelai ihre hochbegabte Tochter auf die angesehene Chilton School schicken. Nur hat Lorelai nicht genug Geld dafür, und anstatt Rory nicht dorthin gehen zu lassen, schließt Lorelai einen unsicheren Waffenstillstand mit ihren Eltern (Edward Herrmann und Kelly Bishop), die nun endlich die Gelegenheit erhalten, sich mit ihrer Enkelin zu befassen und gleichzeitig ihre Ausbildung finanzieren. Das klingt nach einer Vorgabe voller Ängste und Traumata, aber in Wirklichkeit war Gilmore Girls eine der frischesten, lockersten und angenehmsten Serien, die in den U.S.A. auf dem ständig melodramatisch angehauchten Warner-Brothers-Fernsehkanal lief. Auch die Kritiker waren begeistert, sobald die Zuschauer sich mit dem sehr eigenen Humor der Serie angefreundet hatten. Rorys Abenteuer während ihres Erwachsenwerdens trugen ebenso wie ihre Akklimatisierung an die hochnäsige Chilton und ihre Romanze mit dem Dorfschönling Dean (Jared Padalecki) zur Teenagerfreundlichkeit der Serie bei, wohingegen Gilmore Girls auf Seite der Erwachsenen durch die hervorragende Lauren Graham geerdet wurde, die ihre komische Hauptrolle auf einen Schlag ins Tragische wenden kann, ohne dabei auch nur für einen Moment unglaubwürdig zu wirken. Das Markenzeichen der Serie waren die flotten, schlagfertigen Dialoge, die Graham und Bledel perfekt servieren, ebenso wie eine Reihe von durchgeknallten Nebendarstellern, die im Laufe der Zeit zur festen Einrichtung innerhalb der Darstellerriege wurden. Die erste Staffel erlaubte es der Serie und den Hauptdarstellerinnen, zart aufzublühen und eine tiefe, humorvolle Beziehung aufzubauen, welche es dem Zuschauer ermöglichte, jede Woche in sowohl komische als auch dramatische Momente einzutauchen. --Mark Englehart
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