In ihrer neuen Big-Budget-Fernsehproduktion hat sich Hallmark Entertainment unter Federführung von Robert Halmi Sr. diesmal des Klassikers Don Quijote von Miguel de Cervantes angenommen. Wie schon bei Halmis TV-Zweiteiler Cleopatra darf man auch hier keine historisch korrekte Verfilmung erwarten, die der literarischen Vorlage gerecht wird. Das versucht Regisseur Peter Yates (Suspect - Unter Verdacht) auch erst gar nicht. Sinn und Zweck dieses farbenfrohen und aufwendig in Szene gesetzten TV-Spektakels ist es, den Zuschauer für zwei Stunden oder mehr in eine fremde Welt voller Abenteuer und Zauber zu entführen. Und das gelingt hier auch wieder ebenso wie in Kampf der Koboldeoder Alice im Wunderland -- dank John Lithgow als "Ritter von der traurigen Gestalt" und Bob Hoskins als seinem getreuen Diener Sancho Panza sowie der prächtigen Kulissen und Kostüme.

Die Geschichte des Films ist schnell erzählt: Der Edelmann Alonso Quixana (John Lithgow) verfällt dem Zauber seiner Bücher und bricht, beseelt vom Glauben er sei der Ritter Don Quixote de La Mancha, zu einem großen Abenteuer auf. Vom berühmten Kampf gegen die Windmühlen bis zu seiner Verehrung für die Dame Dulcinea (Vanessa Williams ist eher eine Fehlbesetzung, aber dafür entschädigt Isabella Rossellini als Herzogin) wird nichts ausgelassen.

Kein Film für Literaturliebhaber oder Feingeister, aber wer ein paar Stunden harmlose TV-Unterhaltung, verpackt in schöne Bilder, sucht, liegt mit Halmis Don Quichotte nicht falsch. --Birgit Schwenger

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