Saftiges Crime-Paket, das alle Spannungsregister zwischen Mysterykrimi und Psychothriller zieht und mit seiner deutschen Besetzung erstaunt.
Sämtliche Bestseller von Sebastian Fitzek, dem Berliner Star am internationalen (Psycho-)Thrillerhimmel (Die Therapie), sollen in naher Zukunft verfilmt werden - als unschlagbares Argument dient eine Gesamtauflage von drei Millionen. Den Auftakt macht Fitzeks dritter Erfolg, der 2008 erschienene gleichnamige Thriller, der erstmals mehr Mystery als Psychologie enthält und von Zsolt Bcs (Esperanza) als wendungsreiche, dem Pulp und der Komik nicht abgeneigte Schnitzeljagd durch Berlin dargeboten wird.
Die Ausgangsidee ist ein perfekter Pitch, in dem sich Simon, ein zehnjähriger Krebspatient (Christian Träumer), dem die Ärzte nur noch ein paar Tage geben, nach einer Hypnosesitzung als Reinkarnation eines Serienkillers vorstellt. Julia Roberts' durch B-Pictures bekannter Bruder Eric fängt als Staranwalt Robert Stern an daran zu glauben, als ihn Simon mit Hilfe seiner Krankenpflegerin Carina zu einer Leiche führt.
Hinter dem esoterischen Anstrich verbergen sich am Ende zwar rationale Erklärungen, davor aber darf unter Hochdruck gerätselt werden, denn Bcs übernimmt sämtliche Twists des exzessiv manipulativen Pageturners zu einer absurden Konstruktion, die aber lustvoll und mit Verve zu einer langen Reise ans Ende der Nacht aufbricht: Da erpresst ein unbekannter Drohanrufer Stern, verspricht ihm Kontakt zu seinem am plötzlichen Kindstod verstorbenen Sohn, während sich Simons Visionen zu Rachemorden gegen einen Kinderschänderring verdichten und das Trio von einem wahnsinnigen Killer zur Flucht vor der Polizei (Bond-Handlanger Clemens Schick als Noir-Detekti
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